Ausleitverfahren (Aschnerverfahren genannt), haben ihren Ursprung in der Humoralpathologie. Diese war Basis und Grundgedanke von Hippokrates.

Ausleitverfahren sind zwar uralte Methoden, haben jedoch heute wieder in vielen Naturheilpraxen ihren festen Platz und werden dort mit Erfolg angewandt.

  • Baunscheidtieren: Die Baunscheidtieren gehört zu den ausleitenden Verfahren und ist eine großflächige Hautreiztherapie, die durch Sticheln mit einem speziellen Instrument und anschließendes Einreiben eines speziellen Öl´s eine Pustelbildung bzw. entzündliche Rötung der Haut verursacht.
     

  • Schröpfen: traditionelle Behandlungsmethode mittels sog. Schröpfköpfe auf der Haut zur Ausleitung schädlicher Körpersubstanzen (ausleitendes Verfahren) Der Effekt wird durch Erzeugung eines Vakuums in einer halb offenen Glaskugel erreicht, die auf den Körper aufgesetzt wird.
    Das Schröpfen besteht aus zwei Komponenten:
    1. Segmenttherapie: der Ort des Schröpfens ist entscheidend .
    2. Umstimmungstherapie: Extravasate (aus einem Blutgefäß ausgetretene Flüssigkeit) wirken als Reiz.
    Unterschieden wird das sog. trockene Schröpfen (Schröpfen auf der unverletzten Haut), blutiges Schröpfen (Schröpfen über einem durch kleine Einschnitte eröffneten Hautbezirk) u. Schröpfkopfmassage (flächenhaftes Schröpfen durch Ziehen des Schröpkopfes über ölglatter Haut).

     

  •  Aderlass: die Aderlasstherapie als das klassische "blutentziehende Verfahren" gehört zum uralten Therapiegut aller Kulturen.
    Das Blutvolumen wird durch Rückresoption von Flüssigkeiten aus dem Gewebe sofort ersetzt, woraus ein erheblicher Verdünngseffekt in der Endstrombahn mit Verbesserung der Mikrozirkulation resultiert.

Ausleitverfahren